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Neue orale Antikoagulantien (NOAKs) im Kurzüberblick

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 12. Dezember 2016

Im unabhängigen «Australian Prescriber» findet sich eine Zusammenfassung über den aktuellen Wissensstand zu den neuen oralen Antikoagulantien Apixaban (Eliquis®), Dabigatran (Pradaxa®) und Rivaroxaban (Xarelto®). Der Artikel zieht den Schluss, dass NOAKs gegenüber Vitamin-K-Antagonisten Vor-, aber auch gewisse Nachteile hätten und dass über das geeignete orale Antikoagulans auf einer individuellen Basis zu entscheiden sei. Dass man NOAKs heute immer als erste Wahl einstufen wollte, erscheint nicht gerechtfertigt. So waren alle wichtigen Untersuchungen, in denen die NOAKs geprüft worden sind, als Nichtunterlegenheits-Studien angelegt; aus solchen Daten darf man nicht eine Überlegenheit ableiten. Auch kann man für die NOAKs nicht geltend machen, sie verfügten über pharmakokinetische Eigenschaften, die sich grundsätzlich besser einschätzen liessen. Insbesondere besteht bei Leuten, bei denen unter Vitamin-K-Antagonisten der INR-Wert in mindestens 70% der Fälle im therapeutischen Bereich liegt, kein Grund, auf ein NOAK zu wechseln.

Volltext aus dem «Australian Prescriber»: Long-term prescribing of new oral anticoagulants

Sehr ausführliche Übersicht (Leitfaden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft): Orale Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern – Empfehlungen zum Einsatz der direkten oralen Antikoagulanzien Dabigatran (Pradaxa®), Apixaban (Eliquis®), Edoxaban (Lixiana®) und Rivaroxaban (Xarelto®)

«pharma-kritik»-Text: Drei neue Antikoagulantien im Vergleich

 
Neue orale Antikoagulantien (NOAKs) im Kurzüberblick (12. Dezember 2016)
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