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Duloxetin: Nebenwirkungsreiche Inkontinenz-Behandlung

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 7. Februar 2017

Duloxetin ist in den EU-Ländern nicht nur bei Depressionen und neuropathischen Schmerzen zugelassen, sondern – im Gegensatz zur Schweiz – auch zur Behandlung einer Stressinkontinenz bei Frauen. In einer Metaanalyse liess sich bestätigen, dass Duloxetin (2-mal 40 mg/Tag) bei Stressinkontinenz die Inkontinenzepisoden verringert und die Lebensqualität verbessert. Die Unterschiede gegenüber Placebo sind zwar statistisch signifikant, in der klinischen Bedeutung aber marginal. Stellte man dem ferner die aufgetretenen Nebenwirkungen gegenüber, ergab sich, dass die «number needed to treat» (NNT) und die «number needed to harm» (NNH) für Duloxetin so nahe beieinanderliegen, dass nicht von einem positiven Nutzen-Risiko-Verhältnis ausgegangen werden kann.

Volltext der Metaanalyse aus dem «Canadian Medical Association Journal»: Considering benefits and harms of duloxetine for treatment of stress urinary incontinence: a meta-analysis of clinical study reports

 
Duloxetin: Nebenwirkungsreiche Inkontinenz-Behandlung (7. Februar 2017)
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