bad drug news

Auch Alltagsmedikamente sind in der Schweiz überdurchschnittlich teuer

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 12. Juni 2017

In einer kanadischen Zusammenstellung wurde untersucht, wieviel Geld in verschiedenen Ländern für typische hausärztliche Medikamente (Antihypertensiva, Schmerzmittel, Lipidsenker, orale Antidiabetika, Magensäurehemmer und Antidepressiva) ausgegeben wird; ausgewählt wurden zehn «reiche» Industrieländer, in denen eine allgemeine Gesundheitsversorgung besteht. Die Kosten, die pro Kopf und Jahr (2015) für solche Medikamente bezahlt wurden, lagen in der Schweiz weitaus am höchsten (171 CAD); danach folgten Kanada (158 CAD), Frankreich (106 CAD), Deutschland (97 CAD), Australien (91 CAD), Grossbritannien (81 CAD), Norwegen (59 CAD), Schweden (56 CAD), Holland (49 CAD) und Neuseeland (23 CAD). Zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert bedeutet das einen Faktor 7,4, derweil man beim kaufkraftparitätischen Bruttoinlandprodukt lediglich auf einen Faktor 1,6 kommt (Schweiz 74’112 CAD pro Kopf und Jahr, Neuseeland 47’047). Die Differenzen bei den Medikamentenausgaben waren nur in geringem Mass durch Unterschiede in den verschriebenen Mengen verursacht, sondern hauptsächlich durch die Preisunterschiede der eingesetzten Medikamente.

Volltext der Arbeit aus dem «Canadian Medical Association Journal»: Drivers of expenditure on primary care prescription drugs in 10 high-income countries with universal health coverage

 
Auch Alltagsmedikamente sind in der Schweiz überdurchschnittlich teuer (12. Juni 2017)
Copyright © 2018 Infomed-Verlags-AG

infosheet projekt infos

pharma-kritik abonnieren

infomed-screen abonnieren

mailingliste abonnieren

rss feed abonnieren

Ressourcen Links
Bad Drug News index
pharma-kritik abonnemente
infomed-screen abonnemente
pharma-kritik neu im web
aktueller pharma-kritik jahrgang