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Antidepressiva: Wird das Risiko von Leberschädigungen unterschätzt?

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 4. September 2017

In einer italienischen Fall-Kontroll-Studie wurden Personen, die wegen einer Leberschädigung hospitalisiert worden waren, einer Vergleichspopulation gegenübergestellt, die sich nicht wegen einer Lebererkrankung im Spital befunden hatte. Wie sich zeigte, waren in der Fallgruppe signifikant häufiger Antidepressiva eingenommen worden als in der Kontrollgruppe, mit einer «Odds Ratio» von 1,84 (95% CI 1,02–3,32). Beteiligt waren jegliche Antidepressiva-Gruppen, wobei es sich mehrheitlich um selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) handelte. Neben den Antidepressiva waren aber in allen Fällen auch noch andere Medikamente verwendet worden, die als potentielle Hepatotoxine einzustufen sind.

Kurzform der Studie aus «Drug Safety»: Antidepressant-Induced Acute Liver Injury: A Case-€Control Study in an Italian Inpatient Population

 
Antidepressiva: Wird das Risiko von Leberschädigungen unterschätzt? (4. September 2017)
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