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Hydrierung vor Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich unnötig

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 5. September 2017

Durch jodhaltige Kontrastmittel kann sich die Nierenfunktion verschlechtern. Als Prophylaxe wird eine Hydrierung mit einer isotonischen Salzlösung empfohlen, die man periinterventionell verabreicht. Der Effekt dieser Massnahme war in einer kürzlich publizierten Studie genauer untersucht worden. Mit 603 Personen, die eine Untersuchung mit einem jodhaltigen Kontrastmittel benötigten und deren glomeruläre Filtrationsrate zwischen 45 und 60 ml/min/1,73 m² lag, wurden zwei Gruppen gebildet; in der einen Gruppe wurde eine Hydrierung mit 0,9%-iger NaCl-Lösung durchgeführt (H+), in der anderen fand keine solche Prophylaxe statt (H−). Primärer Endpunt war der Anteil der Personen, bei denen sich innerhalb von 2 bis 6 Tagen nach Untersuchung ein Anstieg des Serumkreatinin-Spiegels um 25% oder 44 µmol/l entwickelt hatte. Dies war in der H+-Gruppe bei 2,7% der Fall, in der H−-Gruppe bei 2,6%, womit für die H−-Gruppe das Nichtunterlegenheits-Kriterium erfüllt war. In der H+-Gruppe trat mit einer Häufigkeit von 4% eine symptomatische Herzinsuffizienz auf.

Kurzform der Studie aus dem «Lancet»: Prophylactic hydration to protect renal function from intravascular iodinated contrast material in patients at high risk of contrast-induced nephropathy (AMACING): a prospective, randomised, phase 3, controlled, open-label, non-inferiority trial

 
Hydrierung vor Kontrastmitteluntersuchung wahrscheinlich unnötig (5. September 2017)
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