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Update: Lithium-Interaktionen

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 19. September 2017

Alter, Flüssigkeitsmangel und jegliche andere Faktoren, welche die Nierenfunktion beeinflussen, können sich auf den Lithium-Spiegel auswirken und – weil Lithium eine schmale therapeutische Breite aufweist – zu einer Intoxikation mit gastrointestinalen und zentralnervösen Symptomen führen. Deshalb wird empfohlen, bei einer Behandlung mit Lithium mindestens dreimonatlich den Plasmaspiegel zu kontrollieren.
Auch Medikamente verändern die Lithium-Ausscheidung, indem sie die glomeruläre Filtrationsrate oder die renale Natrium-Rückresorption beeinflussen. Die wichtigsten Medikamente, die den Lithium-Spiegel erhöhen können, sind Diuretika, nicht-steroidale Entzündungshemmer, ACE-Hemmer, Sartane und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer. Substanzen, die den Lithium-Spiegel zu senken vermögen, sind Theophyllin, Koffein, Natriumsalze und Flohsamenschalen (Psyllium).
Ferner können pharmakodynamische Interaktionen vorkommen, vor allem mit gewissen Neuroleptika, Antidepressiva oder Antiepileptika, bei denen in Kombination mit Lithium die Gefahr einer Neurotoxizität steigt.

Kurzübersicht aus dem «Prescriber Update»: Drug Interactions with Lithium and Therapeutic Drug Monitoring

 
Update: Lithium-Interaktionen (19. September 2017)
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