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Anthelminthika: Unzuverlässige bzw. abnehmende Wirkung gegen Peitschenwürmer

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 18. Oktober 2017

Eine kürzlich erschienene Schweizer Metaanalyse hat sich mit der Wirksamkeit von Anthelminthika gegen Spul-, Haken- und Peitschenwürmer befasst (die Eier und Larven dieser Nematoden kommen vor allem in warmen Ländern im Erdboden vor). Bei Spulwürmern (Ascaris lumbricoides) zeigten alle untersuchten Medikamente wie Albendazol (Zentel®), Mebendazol (Vermox®) oder Pyrantel (Cobantril®) eine sehr gute Wirksamkeit. Hakenwürmer (Ancylostoma duodenale; Necator americanus) liessen sich nur mit Albendazol verlässlich behandeln. Bei Peitschenwürmern (Trichuris trichiura) betrug die Heilungsrate für alle untersuchten Anthelminthika weniger als 50%; als beunruhigend wird insbesondere bezeichnet, dass Albendazol gegen diese Würmer in den letzten zwanzig Jahren deutlich an Wirksamkeit verloren hat.

Volltext der Metaanalyse aus dem BMJ: Efficacy of recommended drugs against soil transmitted helminths: systematic review and network meta-analysis

«pharma-kritik»-Nummer (nur mit Abonnement/Passwort zugänglich): Wurmerkrankungen

 
Anthelminthika: Unzuverlässige bzw. abnehmende Wirkung gegen Peitschenwürmer (18. Oktober 2017)
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