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Protonenpumpenhemmer: Auch bei Kleinkindern vermehrt Frakturen

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 20. Oktober 2017

Bei bis zu zwei Dritteln der Säugline beobachtet man im ersten Lebensjahr eine Regurgitation mit Speien, was als (funktioneller) gastroösophagealer Reflux zu betrachten ist. Obschon primär diätetische und physikalische Massnahmen empfohlen sind, werden gemäss amerikanischen Daten hierfür auch zunehmend säurehemmende Substanzen (Protonenpumpenhemmer u.a.) verschrieben. Wie eine retrospektive Studie zeigte, besteht aber bei Kindern, die in den ersten zwei Lebensjahren mit einem Protonenpumpenhemmer behandelt werden, ein um 20 bis 30% erhöhtes Risiko, dass sie in den folgenden Jahren eine Fraktur erleiden. Das Frakturrisiko scheint dosisabhängig zu sein und umso höher, je jünger das Kind bei der Behandlung war.

Zusammenfassung der Studie aus «AAP News»: Infants prescribed antacids for reflux have increased risk of bone fractures

 
Protonenpumpenhemmer: Auch bei Kleinkindern vermehrt Frakturen (20. Oktober 2017)
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