Ulkusrisiko bei Therapie mit Cholinesterasehemmern und nicht-steroidalen Enzündungshemmern

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 2, PK1333
    Redaktionsschluss: 18. September 2024
  • Gastrointestinale Ulzera sind unter kombinierter Therapie mit Cholinesterasehemmern und NSAR gehäuft.
«La Revue Prescrire» macht auf eine Studie aufmerksam, die auf schwedischen Daten beruht: Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), aber auch Cholinesterasehemmer – wie z.B. Donepezil (Aricept® u.a.) – können bekanntlich zu gastrointestinalen Ulzera führen. Bei rund 70'000 Personen im Alter über 65 wurde die Häufigkeit solcher Ulzera untersucht. Dabei wurden verschiedene Zeitabschnitte verglichen: Behandlung nur mit einem Cholinesterasehemmer oder nur mit einem NSAR oder mit beiden oder mit gar keinem Medikament aus den beiden Gruppen. Im Vergleich mit Zeiten, in denen keines dieser Medikamente gegeben wurde, waren Ulzera unter NSAR fünfmal häufiger. Wenn jedoch jemand mit Wirkstoffen aus beiden Wirkstoffgruppen behandelt wurde, war das Risiko neunmal grösser. Für «La Revue Prescrire» wird damit erneut bestätigt, dass die Cholinesterasehemmer eine ungünstige Nutzen-Risiko-Bilanz aufweisen.

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Ulkusrisiko bei Therapie mit Cholinesterasehemmern und nicht-steroidalen Enzündungshemmern (18. September 2024)
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pharma-kritik, 46/No. 2
PK1333
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