Dreifache Gerinnungshemmung

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang 46 , Nummer 5, PK1369
    Redaktionsschluss: 6. Mai 2025
  • Nach dem Einsetzen von koronaren Stents bei Personen mit einem Vorhofflimmern kann die Dreifach-Therapie mit ei-nem oralen Antikoagulans und zwei Plättchenhemmern oft auf eine Woche beschränkt bleiben..  
Wenn eine Indikation sowohl für ein orales Antikoagulans (Vitamin-K-Antagonist oder direktes orales Antikoagulans) als auch für eine duale Plättchenhemmung (mit Acetylsalicylsäure und einem P2Y12-Hemmer wie Clopidogrel) besteht, muss eine Dreifach-Antikoagulation in Betracht gezogen werden. Dies ist z.B. gegeben, wenn jemand mit einem Vorhofflimmern neu mit einem koronaren Stent behandelt wird; die Dreifach-Antikoagulation ist aber mit einem hohen Blutungsrisiko verbunden. In einem neuen Text im «Australian Prescriber» wird erläutert, wie sich dieses Risiko einschränken lässt. Gemäss aktueller Evidenz kann die doppelte Plättchenhemmung oft auf eine Woche nach der koronaren Intervention beschränkt bleiben (und dann nur noch mit Acetylsalicylsäure (und einem oralen Antikoagulans) weitergeführt werden). Eine dreifache Hemmung der Blutgerinnung wäre nur dann für 4 Wochen indiziert, wenn ein besonders hohes Ischämie-Risiko besteht. Gegenüber den früher verwendeten unbeschichteten Stents ist bei beschichteten Stens das Risiko einer Stentthrombose geringer. In allen Fällen wird jedoch eine sorgfältige individuelle Risikobeurteilung empfohlen.

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Dreifache Gerinnungshemmung (6. Mai 2025)
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pharma-kritik, 46/No. 5
PK1369
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