Liraglutid

  • Autor(en): Etzel Gysling
  • pharma-kritik-Jahrgang , Nummer 1, PK736
    Redaktionsschluss: 19. August 2010
Liraglutid (Victoza®) wird in Kombination mit oralen Antidiabetika zur parenteralen Behandlung des Typ-2-Diabetes empfohlen. 

Chemie/Pharmakologie
Inkretine – insbesondere das Glukagon-ähnliche Peptid Typ 1 (GLP-1) – werden im Darm gebildet und bei Nahrungsaufnahme freigesetzt. Sie führen zur Stimulierung der Insulinausschüttung und zur Hemmung der Glukagon-Produktion. Wie Exenatid (Byetta®) (1)ist Liraglutid ein gentechnisch hergestelltes Polypeptid, das die Wirkung des GLP-1 imitiert. So bewirken diese beiden Polypeptide einen analogen Effekt wie die Gliptine (Sitagliptin [Januvia®, Xelevia®], Vildagliptin [Galvus®], Saxagliptin [Onglyza®], siehe im vorausgehenden Text). Die Wirkung der letzteren beruht auf der Hemmung der Dipeptidylpeptidase-4 (DPP-4), die für den GLP-1-Abbau wichtig ist. Exenatid und Liraglutid werden von der DPP-4 nicht inaktiviert. Wie Exenatid führt Liraglutid zu einem Gefühl der Sättigung und deshalb auch zur Gewichtsabnahme; diese Wirkungen beruhen wahrscheinlich einerseits auf einer Verlangsamung der Magenentleerung, anderseits auf zentralnervösen Mechanismen. (2) 

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Liraglutid (19. August 2010)
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pharma-kritik, /No. 1
PK736