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Probleme der mehrjährigen Bisphosphonat-Therapie

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 24. November 2010


Eine britische Fall-Kontroll-Studie befasste sich mit über 15'000 Patienten und Patientinnen, bei denen ein Ösophagus-, Magen oder Kolorektalkarzinom aufgetreten war. Es zeigte sich, dass Personen, die über längere Zeit oral ein Bisphosphonat eingenommen hatten (d.h. wenn mindestens zehn Verschreibungen stattgefunden oder die Behandlung mindestens 3 Jahre gedauert hatte), im Vergleich zur Kontrollgruppe ein ungefähr doppelt so hohes Ösophaguskarzinom-Risiko aufwiesen. Auf die Inzidenz von Magen- und Kolorektalkarzinomen hatten die Bisphosphonate dagegen keinen Einfluss.

Volltext der Fall-Kontroll-Studie aus dem «British Medical Journal»:
http://bisphosphonate-bmj.notlong.com

Die FDA hat nochmals auf das Problem der atypischen subtrochantären Femurfrakturen hingewiesen. Zwar sei ein kausaler Zusammenhang nicht belegt; doch seien solche Femurfrakturen, die selten vorkommen bzw. weniger als 1% der Femurfrakturen ausmachen, bisher mehrheitlich bei Leuten vorgekommen, die Bisphosphonate erhalten haben. Auch hier dürfte die Gefährdung mit zunehmender Dauer der Bisphosphonat-Behandlung steigen.

FDA-Information:
http://bisphosphonate-fda.notlong.com

Frühere BDN-Texte zu Bisphosphonaten:
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=239
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=203
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=104
http://www.infomed.ch/bdn.php?bdnid=22

 
Probleme der mehrjährigen Bisphosphonat-Therapie (24. November 2010)
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