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Makulaödem bei Zentralvenenverschluss: Kostengünstige Therapie mit Bevacizumab (Avastin®)

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 1. Juni 2017

Wie bei der altersbedingten Makuladegeneration scheint auch bei einem Makulaödem, das durch einen Zentralvenenverschluss bedingt ist, die Behandlung mit Bevacizumab eine preiswerte Alternative zu sein. 362 Personen mit einem Makulaödem infolge eines Zentralvenenverschlusses erhielten alle 4 Wochen entweder Aflibercept (Eylea®, 2 mg), das für diese Indikation offiziell zugelassen ist, oder Bevacizumab (1,25 mg), dessen Anwendung am Auge einem «Off-Label»-Gebrauch entspricht. Nach 6 Monaten hatte sich die Sehschärfe in beiden Gruppen fast gleichermassen gebessert, so dass das Nichtunterlegenheitskriterium für Bevacizumab als erfüllt galt.
Von Bedeutung ist das, weil der reine Medikamentenpreis für Bevacizumab fast 200 Mal niedriger wäre als für «ophthalmologisches» Aflibercept (es gibt allerdings auch von Aflibercept eine «onkologische Version» [Zaltrap®], die wie Bevacizumab für eine kostengünstigere Anwendung am Auge zu erwägen wäre.)

Kurzform der Studie aus dem JAMA: Effect of Bevacizumab vs Aflibercept on Visual Acuity Among Patients With Macular Edema Due to Central Retinal Vein Occlusion

Früheres «Telegramm» zum Thema: Billiges Bevacizumab bei Makuladegeneration gleich gut wie teures Ranibizumab

 
Makulaödem bei Zentralvenenverschluss: Kostengünstige Therapie mit Bevacizumab (Avastin®) (1. Juni 2017)
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