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Retardiertes Exenatid (Bydureon®) versagt bei harten Endpunkten

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 28. September 2017

In einer grossen Doppelblindstudie wurde untersucht, ob Exenatid, ein Antidiabetikum aus der Gruppe der GLP-1-Agonisten, die kardiovaskuläre Morbidität und Mortaliät zu senken vermag. Über 14’700 Personen mit einem Typ-2-Diabetes, davon knapp drei Viertel mit einer manifesten atherosklerotischen Erkrankung, erhielten retardiertes Exenatid (1-mal 2 mg/Woche subkutan) oder Placebo. Den kombinierten primären Endpunkt bildeten kardiovaskulär bedingter Todesfall, nicht-tödlicher Herzinfrakt und nicht-tödlicher Schlaganfall. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 2,4 Jahren (Median) hatten in der Exenatid-Gruppe 11,4% der Behandelten eines dieser drei Ereignisse erlitten und in der Placebo-Gruppe 12,2%, was einer «Hazard Ratio» von 0,91 (0,83–1,00) entsprach und bedeutete, dass das Überlegenheitskriterium für Exenatid nicht erfüllt war.

Kurzform der Studie aus dem «New England Journal of Medicine»: Effects of Once-Weekly Exenatide on Cardiovascular Outcomes in Type 2 Diabetes

Früherer BDN-Text: Erhöhtes Risiko von Gallenerkrankungen unter GLP-1-Agonisten

«pharma-kritik»-Nummer: Exenatid-Retardpräparat

 
Retardiertes Exenatid (Bydureon®) versagt bei harten Endpunkten (28. September 2017)
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