Nicht im Sinne des Erfinders

  • Autor(en): Natalie Marty
  • pharma-kritik-Jahrgang 42 , Nummer 4, PK1122
    Redaktionsschluss: 27. November 2020
  • Obschon die Herausgeber der führenden medizinischen Zeitschriften schon vor Jahren darauf gedrängt haben, dass klinische Studien vor dem Studienbeginn in einer öffentlich zugänglichen Datenbank registriert werden sollten, wird dies auch heute noch in weniger als der Hälfte der publizierten Studien vorgenommen. 
1986 hat R. J. Simes im Journal of Clinical Oncology auf das Problem hingewiesen, dass Berichte über Forschung mit positiven oder vielversprechenden Resultaten eher publiziert werden als negative Resultate, was zu einem verzerrenden «publication bias» führen könne. Das «International Committee of Medical Journal Editors» (ICMJE) hat 2004 vorgeschlagen, dass die Registrierung in einem öffentlich zugänglichen Studienregister vor Studienbeginn als Bedingung für die Publikation einer Studie in den ICMJE-Mitgliederzeitschriften gelten solle. 2008 wurde diese Anforderung in die 7. Revision der Helsinki-Deklaration aufgenommen: «Jedes Forschungsvorhaben, an dem Versuchspersonen beteiligt sind, ist vor der Rekrutierung der ersten Versuchsperson in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zu registrieren. … Negative und nicht schlüssige Ergebnisse müssen ebenso wie positive veröffentlicht oder in anderer Form öffentlich verfügbar gemacht werden.» (1). Eine kanadische Autorengruppe hat kürzlich in über 10'000 Artikeln aus 2105 Zeitschriften die Umsetzung dieser Forderung untersucht (2

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Nicht im Sinne des Erfinders (27. November 2020)
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pharma-kritik, 42/No. 4
PK1122