Unabhängige Quellen
Von Medikamenten gestörter Schlaf
- Autor(en): Etzel Gysling
- pharma-kritik-Jahrgang 46
, Nummer 6, PK1385
Redaktionsschluss: 25. Juli 2025
Ein Text im deutschen «Arzneimittelbrief» befasst sich mit den von Medikamenten verursachten Schlafstörungen. Diese sind bisher kaum systematisch untersucht worden und können recht verschiedener Natur sein. Neben sedierenden oder stimulierenden Eigenschaften von Medikamenten sind auch indirekte Auswirkungen (z.B. auf eine Schlafapnoe oder auf «restless legs») bekannt. Antidepressiva wirken sich besonders häufig auf den Schlaf aus: die meisten machen müde (Beispiele sind Fluvoxamin [Floxyfral®], Mirtazapin [Remeron® u.a.] und Trazodon [Trittico® u.a.]). Andere Antidepressiva wie Venlafaxin (Efexor® u.a.) und Citalopram (Seropram® u.a.) führen eher zu Schlaflosigkeit. Unter den Antihypertensiva werden in erster Linie die Betablocker und die Diuretika als schlafstörend bezeichnet. Betablocker sind mögliche Ursachen von Müdigkeit, aber auch von Schlaflosigkeit; zudem werden sie mit Albträumen in Verbindung gebracht. Diuretika können häufigere Nykturie-Episoden und Wadenkrämpfe verursachen. Phosphodiesterase-5-Hemmer wie Sildenafil (Viagra® u.a.) können zu einer Verschlechterung eines Schlafapnoe-Syndroms führen. In der Praxis sollte auch an Medikamente gedacht werden, wenn sich jemand über Schlafprobleme beklagt!
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Von Medikamenten gestörter Schlaf (25. Juli 2025)
Copyright © 2026 Infomed-Verlags-AG
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pharma-kritik, 46/No. 6
PK1385
PK1385
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