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Fentanyl-Pflaster (Durogesic® Matrix u.a.) werden zu leichtfertig verschrieben

Autor(in): Urspeter Masche
Datum: 20. April 2012

Ein Artikel im «Deutschen Ärzteblatt» weist darauf hin – was vor einigen Jahren an dieser Stelle auch schon Thema war –, dass Fentanyl-Pflaster häufig ohne korrekte Indikation und unter Inkaufnahme der zugehörigen Nebenwirkungen eingesetzt werden. Fentanyl-Pflaster seien vorgesehen zur Behandlung von chronischen Schmerzen bei opioidtoleranten Patienten und Patientinnen, das heisst Leuten, die mindestens eine Woche lang eine Opioid-Äquivalenzdosis von 60 mg Morphin pro Tag eingenommen hätten; insbesondere seien sie für Situationen vorgesehen, in denen Schmerzmittel nicht mehr oral eingenommen werden können. In Deutschland erhobene Daten zeigen, dass diese Voraussetzungen zuwenig beachtet werden. So war das Fentanyl-Pflaster zum Beispiel bei einem Viertel der Verordnungen das erste Analgetikum überhaupt, das rezeptiert worden war.

Artikel aus dem «Deutschen Ärzteblatt»

Früherer BDN-Text: Fentanyl-Pflaster (Durogesic® Matrix): Atemdepression und andere Gefahren

«pharma-kritik»-Übersicht: Fentanyl-Hautpflaster

 
Fentanyl-Pflaster (Durogesic® Matrix u.a.) werden zu leichtfertig verschrieben (20. April 2012)
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